Standpunkt der Präsidentin

Das Wort der Präsidentin

Liebe Mitglieder im Fachverband, liebe Strahlenschützer,

ein besonderes, anstrengendes Jahr klingt aus. Die Corona-Pandemie hat sich auf alle Lebensbereiche – beruflich und insbesondere privat tief ausgewirkt und wird auch in naher Zukunft noch Einfluss nehmen. Ein Lichtblick am Horizont könnte die Impfung bedeuten! Wir müssen aber weiterhin vertrauen, dass uns mit der Einhaltung der empfohlenen Maßnahmen eine drastische Gesundheitskrise erspart bleibt.

Trotz aller Schwierigkeiten und Einschränkungen haben wir den Strahlenschutz, die Hauptaufgabe des Fachverbandes (FS) und unsere Zielstellungen nicht aus den Augen verloren! Ein unverzichtbares Werkzeug dafür ist das modernisierte Internet und Intranet des FS. So konnte sehr zeitig ein Informationsservice über Mitteilungen und Regelungen vom Bund und von den Ländern zum Strahlenschutz in der Corona-Krise bereitgestellt werden, der aktuell weitergeführt wird. Es lohnt sich in jedem Fall die Webseite des FS zu besuchen.

Aber auch die beliebte Mitgliederzeitschrift StrahlenschutzPRAXIS (SSP) ist termingerecht und mit interessanten Beiträgen erschienen. Vielleicht hatten sie als Leser in diesem Jahr sogar mehr Muße, diese eingehend zu studieren. Ein Wermutstropfen trübte dennoch das Jahresende. Dr. Rupprecht Maushart, Gründer der SSP, ist im November verstorben. Wir vermissen ihn sehr. Sein Anliegen war stets eine sachgerechte Kommunikation mit und zwischen praktischen Strahlenschützern und der Bevölkerung sowie insbesondere die Förderung junger Menschen!

Ebenfalls öffentlichkeitswirksam konnten die bisher erschienen StrahlenschutzKOMPAKT-Blätter in einer Sammelausgabe publiziert werden, die bereits vergriffen ist. Zwei weitere Ausgaben sind in Vorbereitung und werden im neuen Jahr veröffentlicht.

Wie zahlreiche andere Veranstaltungen in unserem beruflichen und kulturellen Umfeld mussten und müssen auch Veranstaltungen des FS abgesagt oder verschoben werden. Das betraf leider auch unsere Jahrestagung, die auf das kommende Jahr 2021 verschoben wurde. Video- und Telefonkonferenzen sind in den Alltag von Arbeitskreisen und Direktorium eingezogen und haben so die Fortführung der Arbeiten ermöglicht. Die Digitalisierung wurde gern angenommen und über neue Konzepte wird nachgedacht! Ein Fortschritt, der unser Leben verändert! Die Corona-Krise hat zum Umdenken animiert! Auch der 4-jährlich stattfindende Kongress der internationalen Strahlenschutzgesellschaft (IRPA), geplant für Mai 2020 in Seoul/Südkorea, wird nun im Januar 2021 als sogenannte Hybridveranstaltung durchgeführt. Der FS wird diesen Weltkongress und die Generalversammlung mit 10 Delegierten unterstützen, am Wettbewerb für „Young Professionals“ teilnehmen und sich mit Vorträgen digital einbringen.

Nicht nur diese Herausforderung hält das neue Jahr für uns vor. Die Umsetzung des nach langen fachlichen Diskussionen verabschiedeten Nachwuchskonzepts des FS soll Anfang des neuen Jahres gestartet werden. Dafür brauchen wir aktive und engagierte Mentoren und Freiwillige. Ich würde mich freuen, wenn wir diese Maßnahmen zügig voranbringen können.

Ebenso bietet die für den FS beschlossene Strategie bis 2022 einen Rahmen für neue Ideen, die wir gemeinsam zielstrebig und mutig angehen werden.

Ich wünsche Ihnen vor allem Gesundheit in einem erfolgreichen und harmonischen Jahr 2021 mit der Hoffnung, dass trotz aller Digitalisierung persönliche Treffen wieder in unseren Alltag einziehen.

Renate Czarwinski

Präsidentin des Deutsch-Schweizerischen Fachverbandes für Strahlenschutz e.V.