BfS meldet: Ruthenium-106 in Europa gemessen

Geringe Konzentrationen von Ru-106 an europäischen Spurenmessstellen. Ursprungsort vermutlich im südlichen Ural.

Laut Bericht des BfS  wurde an europäischen Spurenmessstellen das Radionuklid Ru-106 in einer Größenordnung bis zu einigen Tausendstel Becquerel je m³ Luft im Zeitraum zwischen dem 28.September und dem 3 .Oktober gemessen.  Ausgehend vom Messzeitpunkt wurden von verschiedenen europäischen Institutionen Rückwärtsrechnungen durchgeführt, um den Freisetzungsort eingrenzen zu können. Die Quelle wird in Osteuropa in einer Entfernung > 1000 km  vermutet. Aktuelle Rechnungen weisen auf den Süd-Ural als mögliche Quell-Region hin. Ausgehend von den geringen Aktivitätskonzentrationen besteht keine Gefahr für den Menschen, führt das BfS aus. Ruthenium-106-Präparate finden als Strahlenquelle für die Krebstherapie zur Behandlung von Tumoren am Auge Anwendung wie auch seltener in sogenannten "Radioisotope thermoelectric generators" (RTG) zur Stromversorgung von Satelliten.

Hier die Pressemitteilung von BMUB und BfS

Und hier die Info des Schweizer Bundesrates